Siri kann Ihre App aufrufen. Welche Funktion sollten Sie zuerst zugänglich machen?
Apples Entwicklervorschau vom November bringt Siri AI zu App Intents. Eine Sendungsabfrage zeigt, wie App-Aktionen mit klarem Kontext, Bestätigung und Ergebnis funktionieren.
Ein Paket ist verspätet. Die Kundin möchte wissen, ob es noch vor Feierabend im Büro ankommt. Die Antwort steckt hinter einer Anmeldung, einer Bestellliste und einer Seite zur Sendungsverfolgung. Eine Anfrage in Alltagssprache kann diesen Weg abkürzen, wenn die App dem Assistenten eine klar definierte Möglichkeit bietet, die richtige Sendung zu finden.
Am 3. November öffnete Apple eine Siri-AI-Entwicklervorschau für App Intents in Betaversionen wie iOS 27.3. Entwickler können damit ihre Apps an Anfragen anbinden, die persönlichen Kontext, Bildschirminhalte und passende Aktionen einbeziehen können. Apple plant die Integration für Kunden zu einem späteren Zeitpunkt. Einreichungen für den App Store werden im Frühjahr erwartet. Bis dahin können Entwickler das Verhalten einer Aktion klären, bevor Menschen sich darauf verlassen.

Siri im Jahr 2014, fotografiert von Kārlis Dambrāns. Zugeschnitten und skaliert, CC BY 2.0. Bildquelle · Lizenz.
Geben Sie dem Assistenten eine Aufgabe mit erkennbarem Ergebnis
Abfrage per App Intent. Eigene Darstellung von Telli.sh.
Ein App Intent steht für eine Operation, die die App ausführen kann. Eine Versand-App könnte beispielsweise eine Statusabfrage anbieten. Die Eingabe kann eine Sendungsentität sein, die die App auflösen kann. Das Ergebnis kann die Sendung, ihren aktuellen Status und den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung nennen. Die App verwaltet die Daten und entscheidet, was das angemeldete Konto sehen darf.
So bleibt die Interaktion kurz und führt zu einer klaren Antwort. Gibt es in einem Konto drei laufende Lieferungen, braucht der Assistent genug Informationen, um sie zu unterscheiden. Eine Sendungsnummer, ein kurzer Name oder ein bekanntes Ziel machen die Auswahl eindeutig. Eine mehrdeutige Formulierung wie „mein Paket“ sollte zu einer Rückfrage führen, wenn mehrere Sendungen passen.
| Anfrage | Was die App braucht | Was die Person erhalten sollte |
|---|---|---|
| Wo ist meine Bestellung? | Identität von Konto und Sendung | Status, Zeitpunkt der Aktualisierung und Link zu den Details |
| Habe ich morgen eine Reservierung? | Konto, Datum und passende Zeitzone | Uhrzeit, Ort und aktueller Status der Reservierung |
| Verschiebe meine Reservierung auf 19 Uhr | Reservierung, gewünschte Änderung und Verfügbarkeit | Eine klare Bestätigung und das endgültige Ergebnis |
| Bestelle dasselbe noch einmal | Produkt, Preis, Adresse und Kontoberechtigungen | Eine Bestellübersicht mit Konditionen vor der verbindlichen Bestellung |
Die ersten beiden Fälle eignen sich für den Einstieg. Sie liefern meist eine hilfreiche Antwort, ohne eine Transaktion auszulösen. Eine Reservierungsänderung bringt andere Anforderungen mit sich. Der gewünschte Termin kann belegt sein, der Veranstaltungsort kann eine Gebühr verlangen oder die Zeitzone kann das Datum verändern. Die Aktion und die Antwort der App sollten diese Bedingungen berücksichtigen.
Die App muss Berechtigungen beim Ausführen prüfen
Änderung per App Intent. Eigene Darstellung von Telli.sh.
Der Assistent kann eine Äußerung verstehen und eine passende Aktion ermitteln. Die App muss weiterhin prüfen, wer anfragt, auf welchen Datensatz diese Person zugreifen darf und ob die Aktion möglich ist. Übernehmen Sie in den Ablauf dieselben Prüfungen, die auch in der bestehenden Oberfläche gelten. Eine Anfrage kann eintreffen, während ein anderes Konto aktiv, das Gerät gesperrt oder die Sitzung bereits abgelaufen ist.
Bei einer finanziellen Verpflichtung sollten Betrag und zahlende Person zuletzt klar zu sehen sein. Vor einer Änderung der Lieferung muss die Zieladresse sichtbar sein. Kann das Backend nicht feststellen, ob eine Anfrage erfolgreich war, sollte die App einen nachvollziehbaren Status liefern. So vermeidet sie, dass jemand dieselbe Anfrage ein zweites Mal abschickt. Diese Regeln sind aus Bestellformularen bekannt. Bei Sprache oder Chat muss dieselbe Klarheit auf weniger Raum vermittelt werden.
Ein einfaches Beispiel ist die Nachbestellung einer Packung Kaffee. Bei der ersten Bestellung könnte ein befristeter Rabatt gegolten haben. Die alte Lieferadresse ist womöglich nicht mehr aktuell, und das Produkt ist in mehreren Größen erhältlich. Ein verlässlicher Ablauf nennt Artikel, Größe, aktuellen Preis und Adresse, bevor die Bestellung ausgelöst wird. Anschließend lässt sich der Beleg leicht wiederfinden.
Der Kontext hilft, den richtigen Ausgangspunkt zu bestimmen. Erkennbar bleiben sollte, welche Teile dieses Kontexts die App tatsächlich verwendet hat. Eine Bestätigung wie „die Bestellung auf Ihrem Bildschirm“ kann genügen, wenn nur eine zu sehen ist. Sind mehrere Einträge sichtbar, wiederholen Sie die konkrete Auswahl. Geben Sie der Person Gelegenheit, ein Missverständnis zu korrigieren, bevor die App handelt.
Bei mehreren Aktionen muss der Endzustand verständlich bleiben
Apple beschreibt außerdem Skills, die mehrere Aktionen verbinden, und Entitäten im semantischen Spotlight-Index. Zusammen können diese Möglichkeiten den Weg von der Anfrage zum Ergebnis verkürzen. Kleine Fehler in einem Schritt wiegen dadurch schwerer, weil dessen Ausgabe zur Eingabe des nächsten Schritts werden kann.
Stellen Sie sich vor, jemand möchte eine bevorstehende Reservierung finden und die Uhrzeit ändern. Die Suche kann erfolgreich sein, während die Änderung scheitert. Zeigen Sie beide Zustände an. Der Hinweis, dass die Reservierung gefunden wurde und weiterhin zum ursprünglichen Termin gilt, liefert eine brauchbare Information und einen klaren nächsten Schritt. Eine pauschale Erfolgsmeldung würde den Fehler verschweigen. Eine allgemeine Fehlermeldung würde die erfolgreiche Suche verbergen.
Ein guter Ablauf braucht oft mehrere Arten von Ergebnissen. Ein Schritt liefert einen Kandidaten. Ein weiterer bittet um Auswahl oder Bestätigung. Der letzte gibt einen Beleg oder einen Status zur laufenden Bearbeitung zurück. Testen Sie beim Verketten von Aktionen auch, was passiert, wenn jemand seine Meinung zwischendurch ändert oder eine Netzwerkanfrage länger dauert, als die Interaktion sinnvoll warten kann.
Verwenden Sie intern eine stabile Kennung für den Datensatz. Namen in Alltagssprache ändern sich, und mehrere Einträge können ähnlich heißen. Eine stabile ID zeigt der App, ob sie das richtige Objekt verwendet hat, während die Person eine verständliche Beschreibung erhält. Halten Sie einen Link zum ursprünglichen Datensatz bereit, damit sich die App bei Bedarf auf der passenden Seite öffnen lässt.
Probieren Sie die Vorschau mit einer von Hand prüfbaren Aktion aus
- Prüfen Sie in Apples Entwicklerankündigung, welche Beta-Versionen, Geräte und Sprachen unterstützt werden. Verwenden Sie ein Testkonto und Testdaten. Apple nennt unter anderem Koreanisch und beschreibt Einschränkungen je nach Gerät und Region.
- Wählen Sie einen Lesevorgang, den Ihre Nutzer bereits regelmäßig ausführen. Notieren Sie den gewöhnlichen Weg in der Oberfläche und die genaue Antwort, die eine erfolgreiche Aktion liefern soll.
- Modellieren Sie die Aktion und ihre Entität anhand von Apples App-Intents-Dokumentation. Legen Sie fest, was bei keinem, einem oder mehreren passenden Datensätzen geschehen soll.
- Testen Sie eindeutige und mehrdeutige Fälle. Berücksichtigen Sie ein fehlendes Konto, eine abgelaufene Sitzung, doppelte Bezeichnungen und ein nicht verfügbares Netzwerk. Vergleichen Sie jedes Ergebnis mit der aktuellen Anzeige der App.
- Halten Sie für eine spätere Änderung fest, wo die Person Ziel, Bedingungen und Ergebnis sieht. Ergänzen Sie einen Test, der die Anfrage nach einer Zeitüberschreitung wiederholt und die Reaktion der App prüft.
- Behandeln Sie den Kundenstart und die Entwicklervorschau als eigene Meilensteine. Prüfen Sie bei der Planung eines App-Store-Starts erneut Apples aktuelle Einreichungsbedingungen und Richtlinien.
Hier lassen sich sprachliche Varianten gut prüfen. Eine Liefer-App kann mit Formulierungen beginnen, die Kunden im Support verwenden. Manche nennen ein Datum, andere das Geschäft oder den Ort einer Lieferung. Beobachten Sie, wie die Aktion bei einer unvollständigen Anfrage nach fehlenden Angaben fragt. Eine gezielte Rückfrage bringt die Person der Antwort näher.
Wählen Sie die passende Oberfläche für das Ergebnis
Apple unterscheidet App-Entitäten in Spotlight, app-spezifische Aktionen, Kurzanzeigen und Skills, die mehrere Aktionen zusammenführen. Eine Versand-App kann je nach Frage die passende Oberfläche wählen. Ein Suchergebnis kann helfen, eine Bestellung wiederzuerkennen. Eine Aktion kann die Anfrage im aktiven Konto auflösen. Eine Karte kann das Ergebnis auf einen Blick zeigen. Eine Folge von Aktionen ist nützlich, wenn das Finden der Bestellung erst der Anfang ist.
Eine Statuskarte könnte Zielort, aktuellen Zustand und den Zeitpunkt der letzten Meldung des Zustellers anzeigen. Der richtige Detailgrad hängt vom Anzeigeort und davon ab, ob das Gerät gesperrt ist. Testen Sie den Bildschirm auch ohne gesprochene Erläuterung. Prüfen Sie die Sprachversion, ohne vorauszusetzen, dass ein wichtiger Hinweis auf dem Bildschirm gelesen wird. Dieselben Ausgangsdaten müssen auf beiden Wegen verständlich sein.
Apples Vorschauleitfaden beschreibt auch, wie der Assistent eine App auswählt. Für eine benutzerdefinierte Aktion im Hintergrund muss der App-Name genannt werden, sofern keiner der folgenden Kontexte greift. Eine App im Vordergrund, eine aktive Live Activity oder eine Unterhaltung, in der die App bereits erwähnt wurde, kann den nötigen Kontext liefern. Testen Sie zunächst einen ausdrücklichen Aufruf, um zu prüfen, dass die Aktion grundsätzlich funktioniert. Stellen Sie anschließend dieselbe Anfrage auf dem Home-Bildschirm, bei sichtbarer anderer App und in einem laufenden Gespräch. Erfassen Sie das Ergebnis je Kontext.
Testen Sie die Verteilung als eigenen Schritt
Der Vorschauleitfaden beschreibt Tests mit entwicklersignierten Builds auf Geräten und mit internem TestFlight. Externes TestFlight und App-Store-Versionen unterstützen diese Vorschauintegrationen für Tests nicht. Das ist relevant, wenn das Produktteam einen Kundenpilot plant. Ein erfolgreicher Versuch mit einem Entwicklungsbuild zeigt noch nicht, dass Kunden dieselbe Funktion in einer Store-Version aktivieren können.
Apple nennt mit Apple Intelligence kompatible Hardware und sechs Sprachen, darunter Koreanisch. Hinzu kommen regionale, altersabhängige und serverseitige Einschränkungen. Apple führt iOS, iPadOS, macOS, watchOS und visionOS 27.3 als Betaversionen für Siri AI auf. Für die erste Drittanbieter-Vorschau nennt das Unternehmen iOS, iPadOS, macOS und visionOS. Trennen Sie diese Bereiche bei der Auswahl der Tester. Eine präzise gekennzeichnete Testaufzeichnung zeigt dem nächsten Entwickler, ob ein Fehler durch die Aktion, den Testkanal oder das Gerät entstanden ist.
Ein guter interner Test hat eine Zeile pro Anfrage, Gerät, Sprache, Verteilungskanal und Ergebnis. Beginnen Sie mit einem bekannten funktionierenden Fall. Vergleichen Sie bei einer koreanischen Statusanfrage eine kurze umgangssprachliche Formulierung mit einer Anfrage, die den Händler oder das Datum der Sendungsverfolgung nennt. Führen beide zum selben Datensatz, hat die Aktion eine sinnvolle Variation bestanden. Zeigt eine Anfrage die Bestellung einer anderen Person, brechen Sie den Test ab und beheben Sie die Berechtigungsprüfung dort, wo der Zugriff erfolgt.
Die abschließende Abnahme sollte eine realistische Übergabe an die Person prüfen. Kann der Intent eine Reservierung finden, aber nicht verschieben, zeigen Sie den verfügbaren Termin und öffnen Sie die richtige Ansicht. Kann er die Änderung ausführen, zeigen Sie das Ergebnis und machen Sie den Beleg später in der App auffindbar. So erhält die Person in beiden Fällen einen konkreten nächsten Schritt.
Vertrauen entsteht mit jeder verlässlichen Aktion
Die Siri-AI-Integration kann die nützlichste Funktion einer App näher zu den Menschen bringen, die sie brauchen. Eine eng umrissene, überprüfbare Aktion kann bereits viel leisten, ohne einen großen Integrationskatalog zu erfordern. Für einen Versanddienst ist die verlässliche Anzeige des richtigen Lieferstatus ein guter Anfang.
Legen Sie an jede weitere Aktion denselben Maßstab an. Die Person sollte verstehen, was die App gefunden hat, wofür sie um Erlaubnis gebeten hat und was danach geschah. Diese Klarheit zählt besonders, wenn eine Anfrage mehrere Dienste durchläuft oder die Person das ursprüngliche App-Fenster nie öffnet.
Quellen
- Siri-AI-Vorschau in Apples Entwicklerankündigung vom 3. November
- Apples Dokumentation zu App Intents
- Apples Anleitung zur Einrichtung und zum Testen der Entwicklervorschau
- Apples Dokumentation zu Spotlight und App Intents
Wenn Sie die Gespräche und Entscheidungen hinter Ihrer Arbeit durchsuchbar festhalten möchten, erstellen Sie ein Telli.sh-Konto.